Rassen in der Sachkundeprüfung: was dich erwartet

Der Fragenkatalog der Tierärztekammer Nordrhein gilt seit dem 1. Januar 2025 und ist seit dem 1. März 2025 verbindlich: 197 Fragen in 20 Themengebieten, in der Prüfung werden 30 gezogen.

Dieser Block hat eine klare Haltung, die man kennen sollte: Rasse bedeutet Veranlagung, nicht Aussehen – und zwei Zuchtrichtungen werden ausdrücklich als Qualzucht benannt, die kurznasigen und die stark verzwergten Rassen. Bemerkenswert: Bei beiden Qualzucht-Fragen sind fast alle Antworten richtig, der Katalog lässt hier keinen Interpretationsspielraum.

Achtung: Bei 9 von 10 Fragen sind mehrere Antworten richtig. Wer nur eine ankreuzt, verliert hier fast garantiert Punkte:

Richtige AntwortenAnzahl Fragen
eine1
zwei2
drei5
alle vier2
Border Collie in typischer Hütehaltung, konzentriert fixierend – rassetypische Veranlagung

Teste dich selbst: 10 Fragen zu Hunderassen

Der Test enthält genau die Fragen, die auch in der Prüfung vorkommen können. Du kannst ihn beliebig oft wiederholen. Danach findest du unten alle Fragen noch einmal in Ruhe erklärt.

0 Bewertung(en), 0 Sterne im Schnitt
156 haben schon geübt
Sachkundenachweis Hunde NRW online üben und bestehen

Fragen zu den verschiedenen Rassen

Hier findest du 10 Fragen zur Kategorie Hunderassen.

Viele Erfolg!

Sind alle Hunde gleich oder gibt es rassetypische Eigenschaften?

Was ist die Grundveranlagung, die jeder Hund in sich trägt?

In welchen Eigenschaften kann es bei Hunderassen große Unterschiede geben?

Welche gesundheitlichen Probleme haben sehr kurznasige Hunde, wie z. B. Französische Bulldoggen, sehr häufig, weswegen man diese Rassen auch als Qualzuchten bezeichnet?

Was kann für herrenlose Hunde aus Süd- und Osteuropa ein erhebliches Problem darstellen, wenn sie nach Deutschland in ein neues Zuhause gebracht werden?

Können bei der Übernahme eines herrenlosen Hundes aus Süd- oder Osteuropa Verhaltensprobleme auftreten?

Was muss man bei Kontakten mit anderen Hunden berücksichtigen, wenn man einen sehr kleinen Hund (ca. unter 5 kg) oder einen sehr großen Hund (ca. über 50 kg) halten möchte?

Welche gesundheitlichen Probleme haben stark verzwergte Rassen, wie z. B. der Chihuahua, sehr häufig, weswegen man diese Rassen auch als Qualzuchten bezeichnet?

Kann man Hunde jeder Größe problemlos an der Leine bei sich halten?

Gibt es Hunderassen mit einer Veranlagung für bestimmte Krankheiten?

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben den Test erfolgreich beendet.
Um in die Topliste eingetragen zu werden, füllen Sie bitte das folgende kurze Formular aus:

Die durchschnittliche Punktezahl: 89%

0%

Bestenliste

5 Personen sind bisher dabei. Bei gleichem Ergebnis zählt die schnellere Zeit.

  1. 1 Sonja 1:48 min 100 %
  2. 2 Patrick S. 3:42 min 98 %
  3. 3 Anke B. 3:31 min 97 %
  4. 4 Lena 10:52 min 97 %
  5. 5 Jutta L. 8:39 min 94 %

Nur angemeldete Hundehalter kommen in die Wertung. Ein kostenloses Konto reicht.

Kostenlos mitspielen

Alle 10 Prüfungsfragen zum Thema Rassen – mit Erklärung

Richtig: nur B

  • ❌ A. Alle Hunde sind gleich.
  • B. Je nach Rasse weisen Hunde unterschiedliche Veranlagungen auf, z. B. in Bezug auf Jagdverhalten und Aktivität.
  • ❌ C. Verschiedene Rassen unterscheiden sich nur durch ihr äußeres Erscheinungsbild.
  • ❌ D. Rassetypische Eigenschaften gibt es nicht, aber anhand der Größe kann man eine Einteilung in „kinderfreundlich“, „gefährlich“, „leicht zu erziehen“ treffen.

Erklärung: Die einzige Frage mit einer Lösung, und sie setzt den Rahmen für den ganzen Block. Rassen wurden über Jahrhunderte auf Aufgaben gezüchtet: Der Border Collie fixiert und hetzt, der Beagle folgt Spuren über Stunden, der Herdenschutzhund entscheidet selbstständig, wer sich nähern darf. Das sind Veranlagungen, keine Marotten – man kann sie kanalisieren, aber nicht wegerziehen. Antwort D ist gleich doppelt falsch: Die Größe sagt nichts über den Charakter, und Etiketten wie „kinderfreundlich“ oder „gefährlich“ pauschal an Rassen zu hängen, ist genau die Denkweise, die zu Rasselisten geführt hat.

📌 Merksatz: Rasse heißt Veranlagung, nicht Aussehen – und Größe sagt nichts über den Charakter.

Richtig: A und C

  • A. Hunde sind Jagdraubtiere.
  • ❌ B. Hunde sind für das Zusammenleben mit Menschen geschaffen worden. Sie sind völlig abhängig vom Menschen und können alleine nicht existieren.
  • C. Hunde sind soziale Tiere und darauf ausgerichtet, in einem Gruppenverband zu leben.
  • ❌ D. Hunde sind Aasfresser und suchen deshalb ständig nach toten Tieren.

Erklärung: Zwei Grundeigenschaften, die zusammen den Hund erklären: soziales Jagdraubtier. Aus dem sozialen Teil folgt, warum Hunde nicht gut allein bleiben und Kontakt brauchen. Aus dem Jagdteil folgt, warum jeder Hund – auch der kleine Malteser – bei einem wegrennenden Reh in einen anderen Modus schaltet. Antwort B ist widerlegt: Verwilderte Hunde kommen weltweit ohne Menschen zurecht.

📌 Merksatz: Jeder Hund ist ein soziales Jagdraubtier – beides muss die Haltung berücksichtigen.

Richtig: alle vier – A, B, C und D

  • A. Lauf- und Beschäftigungsbedürfnis
  • B. Veranlagung zur territorialen Verteidigung
  • C. Jagdbegeisterung
  • D. Veranlagung zur Ängstlichkeit

Erklärung: Antwort D ist die, die überrascht: Auch Ängstlichkeit ist zu einem Teil erblich. Es gibt Rassen und Linien mit deutlich niedrigerer Reizschwelle. Das ist kein Erziehungsversagen des Halters, sondern eine Veranlagung, die man bei der Rassewahl kennen sollte – und ein Grund, sich die Elterntiere anzusehen, siehe Hundewahl. Praktisch heißt das: Bevor du dich für eine Rasse entscheidest, prüfe diese vier Punkte ehrlich gegen deinen Alltag. Ein Hund mit hohem Laufbedürfnis in einem ruhigen Haushalt wird unglücklich, ein territorial veranlagter Hund in einem Mehrparteienhaus mit viel Besuch ebenfalls.

📌 Merksatz: Bewegung, Territorialverhalten, Jagd und Ängstlichkeit sind rassetypisch – auch die Ängstlichkeit.

Richtig: alle vier – A, B, C und D

  • A. Sie bekommen in der Regel schlecht Luft und haben starke Atemgeräusche.
  • B. Sie haben aufgrund von Wirbeldeformationen oft Rückenprobleme.
  • C. Sie haben oft chronische Erkrankungen der Augen.
  • D. Da sie schlecht Luft bekommen, können sie in der Regel körperlich nicht so aktiv sein, wie sie gerne sein würden.

Erklärung: Die erste von zwei Alles-richtig-Fragen zum Thema Qualzucht. Brachycephalie heißt Kurzköpfigkeit: Der Schädelknochen wurde weggezüchtet, das Weichgewebe nicht. Die Folge ist ein zu langes Gaumensegel in einem zu kurzen Kopf, verengte Nasenlöcher und eine kollabierende Luftröhre – zusammengefasst als BOAS (brachycephales obstruktives Atemwegssyndrom). Das Entscheidende steht in Antwort D: Diese Hunde sind nicht „gemütlich“, sie bekommen keine Luft. Das häufig belächelte Schnarchen ist ein Krankheitszeichen. Dazu kommen Wirbelfehlbildungen (die Ringelrute ist eine sichtbare Wirbeldeformation) und Augenerkrankungen, weil die Augen zu weit aus den flachen Höhlen ragen. Rechtlich fallen diese Merkmale unter das Qualzuchtverbot nach § 11b Tierschutzgesetz.

📌 Merksatz: Kurze Nase heißt dauerhafte Atemnot – Schnarchen ist ein Krankheitszeichen, keine Rassemarotte.

Richtig: B, C und D

  • ❌ A. Für Hunde ist ein Leben in Deutschland immer besser als im Herkunftsland.
  • B. Das Leben als Einzelhund, wenn sie vorher immer mit anderen Hunden zusammengelebt haben.
  • C. Das Leben vorwiegend im Haus und Ausgehen an der Leine, wenn sie vorher das freie Leben draußen kannten.
  • D. Die Nähe zu Menschen und sämtliche Umweltreize, die sie vorher nicht kennengelernt haben.

Erklärung: Antwort A ist die Vorstellung, mit der die meisten Vermittlungen beginnen – und sie ist nicht selbstverständlich richtig. Ein Hund, der frei in einem Dorf lebte, mit anderen Hunden zusammen, mit Entscheidungsfreiheit über seinen Tag, erlebt die deutsche Wohnung als massive Einschränkung: allein, drinnen, angeleint, umgeben von Reizen, die er nicht einordnen kann. Das ist kein Undank, sondern eine reale Umstellung, die Monate braucht und für manche Hunde nie ganz gelingt. Wer das vorher weiß, plant anders – etwa mit einem Zweithund als Orientierung oder einem ruhigeren Wohnumfeld.

📌 Merksatz: Für einen frei lebenden Straßenhund ist die deutsche Wohnung erst einmal eine Einschränkung.

Richtig: A, B und D

  • A. Eine nicht ausreichende Sozialisation und Habituation auf Menschen, Hunde und Umweltreize kann zu Ängsten führen.
  • B. Hunde können wegen traumatischer Erlebnisse vor der Übernahme oder beim Transport lebenslang Probleme mit Ängsten haben.
  • ❌ C. Hunde aus dem Tierschutz brauchen grundsätzlich nur liebevolle Behandlung und einen guten Hundetrainer, um unkomplizierte Begleithunde zu werden.
  • D. Es können sehr spezielle Verhaltensweisen von Rassen des Herkunftslandes auftreten, die mit dem Leben in Deutschland nicht zusammenpassen, wie z. B. ein ausgeprägtes Schutzverhalten.

Erklärung: Antwort D ist der unterschätzte Punkt: In Südosteuropa sind viele Straßenhunde von Herdenschutzhunden abstammend – Kangal, Sarplaninac, Ciobanesc. Diese Hunde wurden über Jahrhunderte darauf gezüchtet, selbstständig zu entscheiden, wer sich der Herde nähern darf, ohne Rücksprache mit dem Menschen. In einer deutschen Reihenhaussiedlung mit Paketboten, Nachbarn und Besuch ist genau diese Eigenschaft ein erhebliches Problem – und sie ist nicht wegzutrainieren. Antwort C beschreibt die verbreitete Hoffnung: Liebe plus Hundetrainer gleich Familienhund. Bei Ängsten aus fehlender Sozialisation ist das oft eine Verbesserung, aber keine Heilung. Realistisches Ziel ist ein Hund, der in einem angepassten Umfeld gut leben kann – nicht zwingend ein Hund, der überallhin mitkommt.

📌 Merksatz: Auslandshunde bringen oft Herdenschutz-Erbe mit – das ist Veranlagung, kein Trainingsproblem.

Richtig: A, B und D

  • A. Rassetypische Krankheiten (z. B. Wasserkopf, Kniescheibenprobleme), die bereits frühzeitig zu erheblichen dauerhaften Leiden führen können.
  • B. Der rassetypische Schädel in Form einer kleinen Kugel führt zu Problemen mit den Augen, dem Gehirn, dem Rückenmark und den Zähnen.
  • ❌ C. Verzwergte Rassen sind nur klein, haben aber dadurch keine besonderen gesundheitlichen Probleme.
  • D. Es besteht eine besondere Gefahr für Knochenbrüche.

Erklärung: Die zweite Qualzucht-Frage. Der Apfelkopf des Chihuahua ist kein Schönheitsmerkmal, sondern eine Schädelform, in der zu wenig Platz ist: Die Fontanelle bleibt oft offen, es kommt zu Hydrozephalus (Wasserkopf), zu Zahnfehlstellungen, weil die Zähne im Kiefer keinen Platz finden, und zu Syringomyelie, bei der sich im Rückenmark Hohlräume bilden – eine sehr schmerzhafte Erkrankung. Dazu kommen die Patellaluxation (herausspringende Kniescheibe) und die Knochenbruchgefahr: Ein Sprung vom Sofa kann bei 1,5 Kilo Körpergewicht und haarfeinen Knochen ausreichen.

📌 Merksatz: Extreme Verzwergung heißt Wasserkopf, Zahn- und Knieprobleme und leicht brechende Knochen.

Richtig: B, C und D

  • ❌ A. Man muss nichts berücksichtigen. Hunde regeln alles immer unter sich.
  • B. Sehr kleine Hunde können im Kontakt mit wesentlich größeren Hunden auch versehentlich verletzt werden.
  • C. Sehr große Hunde müssen als Welpen und heranwachsende Hunde in Spielkontakten lernen, rücksichtsvoll mit ihrer Kraft umzugehen.
  • D. Es ist häufig schwer, für beide Hundetypen passende Spielpartner zu finden, weil man viele Kontakte aufgrund des Größenunterschieds nicht zulassen kann.

Erklärung: Das Stichwort ist versehentlich in Antwort B: Es braucht keine Aggression – ein 40-Kilo-Hund, der im Spiel auf einen 3-Kilo-Hund fällt, kann tödliche Verletzungen verursachen. Punkt C ist der Trainingsauftrag für große Rassen: Ein Bernhardiner-Welpe muss in der Sozialisationsphase lernen, seine Kraft zu dosieren – wer ihn nur mit gleich großen Hunden spielen lässt, verpasst das. Und Punkt D ist ein Alltagsproblem, das die Halter extremer Größen kennen: Der Kreis geeigneter Spielpartner ist klein.

📌 Merksatz: Große Größenunterschiede verletzen auch ohne böse Absicht – große Hunde müssen Rücksicht früh lernen.

Richtig: B, C und D

  • ❌ A. Es ist grundsätzlich nur eine Frage der Erziehung, ob man einen Hund in jeder Situation gut halten kann.
  • B. Man kann in der Regel Hunde bis ca. zu einem Drittel des eigenen Körpergewichts gut halten.
  • C. Vor allem aktiven gesunden Hunden fällt es selbst bei ausreichender Auslastung häufig schwer, sich der Gangart ihres Menschen anzupassen.
  • D. Bei glatter Straße oder wenn der Hund sehr aufgeregt oder ängstlich ist, kann es auch bei gut leinenführigen Hunden schwer sein, ihn zu halten.

Erklärung: Die Ein-Drittel-Regel aus Antwort B ist eine der wenigen konkreten Zahlen im Katalog und für die Rassewahl praktisch: Wer 60 kg wiegt, kann einen Hund bis etwa 20 kg zuverlässig halten – bei einem 45-Kilo-Hund entscheidet im Ernstfall der Hund. Antwort A ist die verbreitete Gegenposition („das ist nur Erziehungssache“) und wird ausdrücklich verneint: Physik ist keine Erziehungsfrage. Das heißt nicht, dass zierliche Menschen keine großen Hunde halten dürfen – es heißt, dass sie über Ausrüstung wie ein Kopfhalfter und über besonders solides Training kompensieren müssen.

📌 Merksatz: Faustregel: ein Drittel des eigenen Körpergewichts – darüber entscheidet im Ernstfall der Hund.

Richtig: B und C

  • ❌ A. Alle Rassen sind überzüchtet, sodass man nur mit einem Mischling einen gesunden Hund bekommen kann.
  • B. Es gibt für fast alle Hunderassen rassetypische Krankheiten. Daher sollte man sich bei der Rassewahl informieren, für welche Krankheiten ein Risiko besteht.
  • C. Eine Veranlagung für bestimmte Krankheiten können nicht nur Rassehunde haben, sondern auch Mischlinge aus ihnen.
  • ❌ D. Wenn die Eltern gesund erscheinen, werden ihre Welpen in jedem Fall gesund sein.

Erklärung: Antwort C ist die wichtige Ergänzung: Der Mischlingsmythos stimmt nur begrenzt. Ein Mischling aus zwei Rassen mit Hüftdysplasie-Veranlagung hat das Risiko beider Elternteile. Und Antwort D beschreibt, warum Gesundheitsuntersuchungen bei den Elterntieren so wichtig sind: Viele Erbkrankheiten werden rezessiv vererbt – beide Eltern können gesund aussehen und trotzdem Anlageträger sein.

RasseHäufiges Risiko
Deutscher SchäferhundHüftdysplasie, degenerative Myelopathie
Labrador, Golden RetrieverHüft- und Ellenbogendysplasie, Adipositas
DackelBandscheibenvorfall
Boxer, Berner SennenhundKrebserkrankungen
Cavalier King Charles SpanielMitralklappenerkrankung, Syringomyelie
DobermannDilatative Kardiomyopathie
Möpse, Französische BulldoggenBOAS, Wirbeldeformationen

📌 Merksatz: Fast jede Rasse hat typische Krankheiten – und Mischlinge erben die Risiken beider Seiten.

Rassegruppen und was sie brauchen

GruppeBeispieleVeranlagungBraucht
HütehundeBorder Collie, Australian ShepherdFixieren, hetzen, hohe ReizoffenheitKopfarbeit, klare Ruhezeiten
JagdhundeBeagle, Setter, DackelSpurarbeit, Ausdauer, SelbstständigkeitNasenarbeit, sicheres Gelände
HerdenschutzhundeKangal, MaremmanoEigenständige Entscheidungen, TerritorialitätErfahrene Halter, passendes Umfeld
TerrierJack Russell, FoxterrierBeutefang, DurchsetzungswilleAuslastung, Impulskontrolle
BegleithundeMalteser, BichonMenschenbezugNähe, dennoch Beschäftigung
Wach- und SchutzhundeRottweiler, DobermannTerritorialität, SchutzbereitschaftSouveräne Führung, gute Sozialisierung
Nordische RassenHusky, MalamuteAusdauer, Jagdtrieb, geringe KooperationsneigungSehr viel Bewegung, Sicherung

Qualzucht: die Merkmale, auf die du achten solltest

Nach § 11b Tierschutzgesetz ist es verboten, Tiere zu züchten, bei denen erblich bedingt Körperteile oder Organe fehlen, ungeeignet sind oder Schmerzen und Leiden verursachen. Konkret betrifft das unter anderem:

MerkmalFolge
Extrem kurze NaseAtemnot, Hitzeempfindlichkeit, Augenerkrankungen
RingelruteWirbeldeformation
Apfelkopf mit offener FontanelleWasserkopf, Syringomyelie
Extreme VerzwergungKnochenbrüche, Zahn- und Knieprobleme
Übermäßige HautfaltenChronische Hautentzündungen
Sehr lange Rücken bei kurzen BeinenBandscheibenvorfälle
HaarlosigkeitFehlender Schutz, Zahnanomalien

Der Test vor dem Kauf: Kann dieser Hund normal atmen, sich normal bewegen, normal sehen und sich normal ausdrücken – ohne dass jemand es „rassetypisch“ nennen muss?

Der Satz, der stutzig machen sollte

„Das Röcheln ist bei der Rasse normal.“ Ein Geräusch, das bei jedem anderen Hund den Tierarztbesuch auslösen würde, wird bei kurznasigen Rassen als Rassemerkmal verharmlost. Normal heißt hier nur: kommt häufig vor. Gesund heißt es nicht.

Hunderassen: Ratgeber zum Weiterlesen

Passend zu diesem Themenblock findest du Rasseporträts und Vergleiche – etwa zur Beißkraft verschiedener Rassen, zu Hunden, die wenig haaren, und zu den schönsten weißen Hunderassen. Vertiefe außerdem die Hundewahl, die Krankheiten und die Hilfsmittel. Wer noch sucht, klärt zuerst, welche Rasse zu dir passt. Und weil Körpergröße direkt darauf durchschlägt: Die Lebenserwartung großer Rassen liegt deutlich unter der kleiner Hunde.